Engelbrecht: Achten auf eine gute Atmosphäre
 

Viele Jugendliche kommen unvorbereitet zu den Vorstellungsgesprächen – Hygiene im Lebensmittelbereich besonders wichtig
Bremerhaven (rk). Die Stadtbäckerei Engelbrecht setzt ihre Stammbesetzung in allen Bereichen aus den Mitarbeitern zusammen, die sie
selbst ausgebildet haben. Auf eine gute Ausbildung wird hier sehr viel Wert gelegt.
„Wir wollen einen Rahmen bieten, in dem das Arbeiten Spaß macht, aber Disziplin muss natürlich auch dabei sein“, sagt Gerd Engelbrecht, Chef der Firma. Bei 250 Mitarbeitern hat Engelbrecht zurzeit 23 Auszubildende
in den Bereichen Bäcker, Konditor und Bäckereifachverkäufer. Hinzu kommen
noch Absolventen der Hauswirtschaft, die dort ein Praktikum absolvieren. Die
Stadtbäckerei Engelbrecht bildet nur im Bereich Handwerk aus, den großen Teil davon bilden die Fachverkäufer. Die geeigneten Azubis zu finden, ist jedoch nicht so einfach. „Die Jugendlichen sind meist schlecht vorbereitet. Dabei wäre es so einfach, auf unserer Seite im Internet nachzuschauen oder sich mal
in einer unserer Filialen umzusehen“, sagt Sabine Engelbrecht, die für den Personalbereich zuständig ist. Sie beklagt, dass bei vielen Bewerbern die Bereitschaft und Motivation fehle. „Viele wissen im Vorstellungsgespräch
gar nichts über den Beruf oder über unsere Firma.“ Negativ fallen bei Sabine Engelbrecht auch diejenigen auf, die nicht auf ein ansprechendes Äußeres achten. „Das geht in einem Beruf, in dem man mit Lebensmitteln zu tun hat, natürlich gar nicht. Die Hygienebedingungen müssen eingehalten werden“,
betont sie.
Ganz anders sei die Motivation bei den Jugendlichen, die unbedingt im Lebensmittelbereich arbeiten wollen oder die bereits im Betrieb ein Praktikum absolviert haben. „Diesen Azubis bieten wir die Chance, kreativ zu sein und eigenständig auch mal etwas Neues auzuprobieren. Vor allem, wenn echtes
Interesse am Beruf besteht“, so Gerd Engelbrecht. In regelmäßigen Gesprächsrunden zwischen den Jugendlichen, dem Ausbilder und der Geschäftsführung wird darauf geachtet, dass jeder sein Anliegen vortragen
kann und nichts ungesagt bleibt und die Arbeitsatmosphäre stören kann.
Wie man die Ausbildung zum Bäcker/zur Bäckerin als Sprungbrett für eine weitere Karriere nutzen kann, darüber berichtet das Sonntagsjournal in einem weiteren Text auf dieser Seite. Die Auszubildende Rabea Oelen plant ein Studium im Bereich Lebensmittel, nachdem sie ihre Ausbildung bei Engelbrecht
beendet hat.
Bericht aus dem Sonntagsjournal vom 19.10.08 
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